· 

Warum eine Führungskraft nicht „nett“ sein sollte

„Nett ist die Schwester von Schei…e.“ Diesen Spruch kennen vermutlich viele.

Wer „nett“ sein möchte, will oft vor allem gemocht werden.
Unangenehme Themen werden vermieden, kritische Gespräche aufgeschoben und Konflikte umgangen.

 

Freundlichkeit hingegen ist etwas anderes.

Freundliche Menschen begegnen anderen mit Respekt und Wertschätzung.


Doch Wertschätzung bedeutet nicht, allem aus dem Weg zu gehen.

Wertschätzung bedeutet auch, Dinge anzusprechen, Klarheit zu schaffen und Grenzen zu setzen.

 

Wer sich als Führungskraft nicht traut, schwierige Themen anzusprechen, gibt keine Orientierung.

Wer wirklich führen möchte, sollte sich der Auswirkungen des eigenen Verhaltens bewusst sein.

Führungskräfte sind Menschen mit individuellen Persönlichkeiten und keine Maschinen.
Genau deshalb prägen sie durch ihr Verhalten die Kultur und Zusammenarbeit ihres Teams. 

Klare und eindeutige Aussagen schaffen Sicherheit, Orientierung und Planbarkeit.

Wer hingegen ständig um den heißen Brei herumredet oder keine klaren Entscheidungen trifft, braucht sich nicht zu wundern, wenn Respekt, Vertrauen und Motivation nach und nach verloren gehen.

Auch aufgeschobene Entscheidungen haben eine Wirkung. Wer Entscheidungen dauerhaft vertagt, wirkt handlungsunfähig und wenig lösungsorientiert.

Manchmal bedeutet Führung deshalb, klar auszusprechen, was erwartet wird, welche Ziele erreicht werden sollen und bis wann dies zu erfolgen hat.

Natürlich wird nicht jede Aussage jeder Mitarbeiterin oder jedem Mitarbeiter gefallen.
Das ist völlig normal.

Führung hat nicht die Aufgabe, jedem zu gefallen.
Führung hat die Aufgabe, Orientierung zu geben.


Wertschätzung bedeutet deshalb auch, klare Rahmenbedingungen und verlässliche Entscheidungen zu schaffen, mit denen Menschen arbeiten können.

 

Und genau das verhindert „nett sein“ oft. Also: Lieber klar führen als nett sein.

Artikel von Sabine Sernau / Inhaberin ZeitforMi 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0