Oft deshalb, da das Thema „Führung“ nirgends auf dem Stundenplan steht.
Zur Führungskraft wird man nicht geboren!
Vielfach werden Mitarbeiter mit herausragendem Fachwissen befördert.
Sie werden in Positionen befördert, die die Führung von Mitarbeitenden bedeutet.
Das ist fast immer eine Aufgabe, die mit Ihrer bisherigen Tätigkeit nur wenig zu tun hat.
Und leider ist es heutzutage immer noch üblich, neue Führungskräfte „ins kalte Wasser zu werfen“.
Nicht selten passiert das, was keiner sieht oder sehen will:
Die neue Führungskraft ist schlichtweg zunächst überfordert.
1.)
Aus dem bisherigen Kollegen wird eine Führungskraft.
Eine Person aus den eigenen Reihen, die jetzt den Kollegen Anweisungen gibt.
Das bedeutet: Viele neue Führungskräfte hören auf mit Beginn der Beförderung, die ehemaligen Kollegen um Rat zu fragen.
2.)
Neue Rollen führen oft zu Reibung am Anfang.
Denn Gefühle wie Missgunst, Neid und ggf. fehlender Respekt der ehemaligen Kollegen sind zunächst einmal nicht selten und führen zu Reibungspunkten.
3.) Entscheidungen müssen getroffen werden. Und manchmal auch unangenehme.
Die neue Führungskraft ist unsicher, was wirklich richtig ist.
Und verschiebt und verschiebt und verschiebt Entscheidungen.
Dieses Phänomen erlebt man häufig und fast immer basiert es auf der Angst Fehlentscheidungen zu treffen. Als Führungskraft hofft man, „dass sich das schon irgendwie selbst regelt“ oder man wartet so lange um das erhoffte „sichere Gefühl“ zu bekommen.
Beide Varianten funktionieren nur sehr selten.
Stattdessen entsteht Unsicherheit im Team, da es kaum noch echte Orientierung gibt.
Klare Rahmen, klare Aufgaben, klare Rollen und klare Verantwortung für die einzelnen Bereiche bringt Sicherheit.
Wie macht man das? Als Führungskraft hast Du viel Verantwortung.
Und Du gibst Dein Bestes.
Doch nicht selten kommt die Frage auf: Wer führt mich?
Wer unterstützt mich, schwierige Entscheidungen zu treffen?
Wer hilft mir, die Aufgaben zu bewältigen?
In erster Linie hilfst Du Dir selbst durch eigene Klarheit.
Wer Du bist, wie Du führst, wie Du gute Teams aufbaust.
Das alles ist lernbar.
Denn jede starke Führungskraft hat irgendwann begonnen, Führung zu lernen.

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