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Stress kann gesund machen

Neutral betrachtet ist Stress nicht mehr als die Ausschüttung von Adrenalin und Kortisol. Beide Hormone sorgen dafür, dass dem Körper schnell ein Maximum an Energie zur Verfügung steht. Im Körper passiert einiges. Nicht alles bekommen wir bewusst mit. Kürzere Atmung, unsere Pupillen erweitern sich, das Herz schlägt schneller, manchmal pocht es sogar wie beim sogenannten „Lampenfieber“. Dies ist alles eine ganz natürliche und vor allem auch notwendige Reaktion. Vermutlich wären wir Menschen schon ausgestorben, wenn unser Körper nicht in besonderen Situationen so funktionieren würde. Ca. 15 Minuten darf eine Stress-Situation andauern, so hat die Natur uns konzipiert. Dann muss wieder eine Entspannung kommen. Länger anhaltender Dauerstress wie heutzutage üblich, ist negativ und kann zu Krankheiten führen wie z.B. Arterienverkalkung, Herzinfarkt, Schwächung des Immunsystems, Magengeschwür oder Verdauungsprobleme. Psychische Erkrankungen können ebenfalls die Folge sein.

 

Heutzutage tun wir etwas dagegen. Denn wir wollen leistungsfähig und gesund sein.

Dafür gibt es inzwischen sehr viele Anlaufstellen, die Hilfe anbieten. Ärzte, Fachkliniken, Therapeuten.

 

Wir lernen, wie wir unsere Zeit besser organisieren, dass wir auf unsere „innere Uhr“ achten sollen.

Auch Glücksmomente bewusster wahrzunehmen und nicht immer „alles auf einmal machen zu wollen“, ist nicht selten dann unsere Selbsterkenntnis. Wir achten sehr auf uns und doch hapert es oft an der Umsetzung.

Theorie und Praxis eben. Wir wissen es, doch hat sich unser Tagesablauf tatsächlich geändert?

Vermutlich nicht oder nur wenig. 

Klar, wir gehen weiterhin zur Arbeit und da können wir den Stress auch nur selten deutlich reduzieren.

 

In der Freizeit gehen wir unseren Hobbys nach. Was passiert „dazwischen“? Kinder abholen oder zum Sport bringen? Einkaufen, saubermachen, bügeln, Gemüse schnippeln, Kochen, aufräumen? „Ach ja, der Hund muss ja auch noch Gassigehen“. Klar, nicht alles davon ist negativ. Doch wer putzt schon gerne sein Bad oder Küche oder bügelt gern?

Spaß am Aufräumen? Das haben wohl eher wenige. Und obwohl wir inzwischen in der Lage sind zu wissen, wie wir uns selbst entlasten, tun wir es nicht oder nur im geringeren Maße.

 

Entspannung ist auch, einfach mal Zeit zu haben ein Buch zu lesen. Ohne Störungen. Oder dem Vogelgezwitscher zu lauschen. Mit dem Hund zu spielen, wenn man selbst entspannt ist und Lust darauf hat. Für alle anderen Dinge im Alltag und Haushalt gibt es Hilfe. Sei es die Oma, die das Kind am Nachmittag betreut, damit die Mama mal mit Freundinnen Kaffee trinken gehen kann.

 

Oder auch eine Firma, die putzt, einkauft, bügelt, den Hund „bespaßt“, das Kind zum Sport bringt, aufräumt

und ggf. sogar die Post vorsortiert. Wir sind heutzutage in vielen Dingen sehr fortschrittlich.

Doch manchmal nutzen wir nicht die Möglichkeiten, die praktisch „vor unserer Tür“ zu finden sind.

 

Warum? Aus falschem Stolz? Da man „das bisschen Haushalt“ ja alleine machen kann?

Natürlich, doch den Luxus sich Zeit zu gönnen, ist etwas Wunderbares.

Denn Zeit ist wertvoll und unwiederbringlich.

Und wer z.B. eine Haushaltshilfe „ausprobiert“ hat, bereut oft nur, dass er es nicht schon früher gemacht hat. 

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