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Wie Sie eine gute Haushaltshilfe finden

Putzen Sie gerne? Vermutlich nicht, wie sehr viele Menschen.

Dies ist der Grund, warum „Haushaltshilfen“, immer häufiger in Privathaushalten arbeiten.

Doch es ist gar nicht so einfach, die „richtige“ Haushaltshilfe zu finden. Und dafür gibt es viele Gründe. Oft ist die Nachfrage nach Haushaltshilfen groß, teilweise größer als das Angebot. Und wer Ansprüche an die Reinigungskraft stellt, hat es doppelt schwer.

„My home is my castle“ bzw. „mein Heim ist meine Burg“ und daher soll nicht jede Person Zutritt haben. Denn es geht um Privatsphäre, die oft nicht einmal Bekannte oder Geschäftspartner kennen. Wie soll also eine gute Haushaltshilfe sein?

  1.  möglichst so gründlich putzen wie man selbst
  2. Freundlich, nett und vor allem zuverlässig sein
  3. Eigenständig sein, den Schmutz praktisch „riechen“ und nicht nur nach Anweisung arbeiten
  4. Diskret und natürlich vertrauenswürdig
  5. Sehr gut deutsch sprechen, damit die Verständigung reibungslos klappt
  6. Sich mit dem Umgang von empfindlichen Dingen auskennen u.v.m. …

 Dies sind die häufigsten Ansprüche, die Menschen an eine gute Haushaltshilfe stellen.

Und der Preis spielt natürlich auch eine Rolle, zumindest im ersten Moment.

 

Doch wer als Auftraggeber gern legal, eine Haushaltshilfe beschäftigen möchte, ist in diesem Fall

nicht nur Auftraggeber, sondern auch Arbeitgeber. Damit es keine Schwarzarbeit ist, meldet man die Haushaltshilfe bei der Minijobzentrale an und zahlt ca. 15 % für die pauschalen Sozialabgaben und Versicherungen.Schon gewusst?

 

Jeder Arbeitnehmer hat einen Urlaubsanspruch und Anspruch auf eine Fortzahlung im Krankheitsfall, auch Minijobber.

Dies gilt auch bei einer Haushaltshilfe, die nur alle 14 Tage im Monat kommt. Doch viele kennen oder beachten diese Vorschriften und Gesetze nicht. Und wer Kenntnis davon hat, verzichtet oft gern darauf, selbst Arbeitgeber zu sein.

 

Und natürlich kann man auch eine Haushaltshilfe mit eigenem (Klein)Gewerbe, also auf Rechnung beauftragen. Die Gewerbeerlaubnis sollte man auch überprüfen, denn ansonsten ist und bleibt es Schwarzarbeit. In beiden Fällen gilt:

 

Zuverlässigkeit können viele private Haushaltshilfen oder Solo-Selbständige sich einfach nicht leisten!

Denn viele müssen sich weitere bzw. neue Auftraggeber suchen, um über „die Runden zu kommen“.

Also, wer als Auftraggeber mehr Einsatzstunden bei vernünftigem Stundenlohn anbietet, ist im „Ranking“ ganz oben, im Zweifelsfall zu Lasten der Auftraggeber mit weniger Stunden / Stundenlohn mit den entsprechenden Konsequenzen.

 

Unabhängig, ob man eine Haushaltshilfe auf Rechnung oder als Minijobber/-in beauftragt bzw. beschäftigt, im Urlaubs – oder Krankheitsfall ist kein Ersatz da. Und auch das Thema Haftpflichtversicherung im Schadensfall oder bei Unfällen, als Auftraggeber ist auch dies zu berücksichtigen. Denn die normale Haftpflichtversicherung deckt solche durch eine Haushaltshilfe entstandene Schäden nicht ab. Und auch, falls die Haushaltshilfe ausrutscht auf dem noch nassen Boden im Haus, ist dies ein Arbeitsunfall, der entsprechend versichert sein sollte. Doch wie findet man denn nun eine gute Haushaltshilfe, die passt?

 

Natürlich kann man selbst Anzeigen schalten, auf den entsprechenden Portalen schauen, Freunde fragen. Die nächste Möglichkeit ist, ein entsprechendes Unternehmen zu beauftragen. Sofern das Unternehmen, die Haushaltshilfen selbst fest einstellt, hat man als Auftraggeber, also als Kunde des Unternehmens keine Arbeitgeberpflichten.

 

Und ein weiterer Vorteil: Clevere, mitdenkende, zuverlässige Haushaltshilfen lassen sich bei solchen Unternehmen gern einstellen. Denn Unternehmen, die fair bezahlen, Sozialabgaben entrichten, eine Haftpflicht – und Unfallversicherung für die Mitarbeiter/-innen abschließen, Schulungen anbieten und bei Fragen ein offenes Ohr haben und außerdem für neue bzw. stabile Auftragslage sorgen, haben oft die besten Mitarbeiter/-innen, die loyal und gerne für das Unternehmen arbeiten.

Denn das Unternehmen kommt im Krankheitsfall auf, ebenso gibt es den Urlaubsanspruch.

 

Die Haushaltshilfe ist eine „ganz normale“ Angestellte, die sich auf das Wesentliche konzentrieren kann, auf Ihre Arbeit.

Diese Unternehmen sorgen dafür, dass Haushaltshilfen irgendwann mal Rente bekommen und schaffen Arbeitsplätze.

Das Ziel: Wie man eine gute Haushaltshilfe findet, die Frage ist nun erläutert, doch den Weg muss jeder für sich selber finden.

 

 

Dieser Artikel ist geschrieben von Sabine Sernau, Inhaberin ZeitforMi – Serviceagentur für Alltag, Kind, Haushalt und Hund – www.zeitformi.de  

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