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Was eine Haushaltshilfe wirklich kostet

Eine „schwarz“ arbeitende Haushaltshilfe bekommt man bereits ab ca. 10-12 € / Stunde. Nachteil: Sie ist nicht versichert, bei Krankheit oder Urlaub hat man als Kunde keinen Ersatz und vor allem, es ist nicht legal.

Auch, wenn viele dies als „Kavaliersdelikt“ sehen, letztendlich ist es verboten und die Beschäftigung solch einer Haushaltshilfe ist eine Straftat.

Haushaltshilfen, die Ihre Dienstleistungen über ein Portal für haushaltsnahe Dienstleistungen anbieten, bestimmen Ihre Preise meist selbst. In den Portalen für haushaltsnahe Dienstleistungen schwanken die Preise stark.

Von ca. 15 € bis über 30 € ist alles vertreten.

Laut Portalbetreiber sind diese Haushaltshilfen in der Regel selbständig mit Gewerbeschein.

Doch Vorsicht, besonders bei den niedrigeren Preisen sollte man als Kunde überlegen, woran das liegen kann.

Doch kein Gewerbeschein? Keine Haftpflichtversicherung?

Wie motiviert und zuverlässig wird Jemand sein, der als „Selbständige Haushaltshilfe“ nach Abzug aller Kosten wie z.B. die eigene Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Fahrtkosten, kaum den Mindestlohn verdient.

 

Wenn einem das egal ist, ist eine preiswerte Haushaltshilfe aus dem Portal jedoch eine gute Möglichkeit. Allerdings sollte man Kompromisse machen können an der Zuverlässigkeit, an der Sorgfalt, an der Gründlichkeit ggf. auch bei der Kommunikation aufgrund von Sprachbarrieren. Auch bei (längerer) Krankheit oder Urlaub gibt es keine Vertretung, sondern man muss sich selbst um Ersatz kümmern.

 

Eine weitere Möglichkeit zu einer vertrauensvollen Haushaltshilfe zu gelangen, sind Unternehmen, die Ihre Haushaltshilfen tatsächlich in einem Angestelltenverhältnis einstellen und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Außerdem haftet das Unternehmen für mögliche, unbeabsichtigt verursachte Schäden des Mitarbeiters durch die entsprechende Haftpflichtversicherung. Beim Kunden setzen diese Unternehmen regelmäßig den gleichen Mitarbeiter ein, manchmal eine „feste Ersatzperson“, um auch für Urlaub oder Krankheit eine Alternative bieten zu können.

 

Es wird nicht nur bei der Auswahl der Mitarbeiter auf Kompetenz, Zuverlässigkeit und Sorgfalt geachtet,

sondern die Mitarbeiter werden auch regelmäßig geschult. Der Ablauf unterscheidet sich ebenfalls.

Denn bei einem persönlichen Besprechungstermin vor Ort werden zunächst die genauen Wünsche

des Kunden besprochen und welche Anforderungen gestellt werden.

Erst dann setzt das Unternehmen einen Mitarbeiter ein, der zum „Kunden passt“, nicht nur fachlich,

sondern auch die soziale Komponente wird berücksichtigt.

 

Denn schließlich geht es sehr um Vertrauen, wenn man eine fremde Person in seine Privatsphäre, also in sein Zuhause hinein lässt. Die „Chemie“ sollte daher stimmen. Für die bessere Qualität, einen festen Mitarbeiter, eine Firma,

die nicht nur im Internet, sondern auch als Ansprechpartner immer ein offenes Ohr hat, dafür berechnen

diese Agenturen i.d.R. ca. 33,00 bis ca. 40 € pro Stunde.

 

„Meine Mitarbeiter kann ich durch diese Preispolitik nicht nur besser, also überdurchschnittlich bezahlen, sondern auch regelmäßig weiterbilden“. Auch ist mir Wertschätzung und ein gutes Betriebsklima sehr wichtig" sagt Sabine Sernau, Inhaberin von „ZeitforMi“. Es verhält sich ähnlich wie bei den sogenannten „fair trade“-Produkten, die zwar etwas teurer sind, jedoch die Arbeitsbedingungen fair sind. Die Qual der Wahl hat jeder Kunde selbst.

 

Wer sich jedoch mal die Frage stellt, für welchen Stundenlohn „man selbst den Dreck von anderen Leuten wegmachen würde“ … und welche Sorgfalt, Gründlichkeit und Zuverlässigkeit man selbst erwartet, der kommt seiner Entscheidungsfindung bestimmt schnell ein Stückchen näher.         

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